05.10.12 16:16

Die Brenz Band

... wir spielen Euch in Grund und Boden!

Ort: Evangelische Martinskirche in Nattheim

 

Termin: Fr, 5. Oktober 2012, 20:00 Uhr

Eintritt: 10,00 €, ermäßigt: 5,00 €

Die Brenz Band

Die Brenz Band

in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Nattheim und der Nattheimer Behindertengruppe (NaBe)

 

Ein kleiner Süditaliener, aufgewachsen im Waisenhaus, folgt nach dem Tod seiner Mutter dem Vater ins fremde Deutschland. Entwurzelt und orientierungslos trifft er in der Schule für geistig Behinderte in der Brenzstraße in Ludwigsburg auf den Lehrer Horst Tögel, mit dem er sich nicht verständigen kann. Aber er hat eine kleine Ziehharmonika mitgebracht. Horst Tögel kauft sich auch solch ein Instrument. Salvatore bringt ihm das Spielen bei, dafür lernt er bei ihm das Sprechen. Andere Schüler kommen dazu, mit Kazoo, Mundharmonika, Ziehharmonika und Trommel erobern sie gemeinsam die Welt der Musik.

Die kleine Brenz Band hat in der Fußgängerzone mit ihrer Straßenmusik sofort Erfolg.

Die Auftritte der Brenz Band erhalten zunehmend humanitären Charakter. Aus der eigenen Erfahrung der Diskriminierung in den siebziger Jahren im eigenen Land erinnern die behinderten Musiker an die Existenzberechtigung von Randgruppen. Mitleid ist verboten. Mit ihrer unbekümmerten Lebenslust spielen die 16 - 73 jährigen ihre Zuhörer „in Grund und Boden“. In zahlreichen Beiträgen berichten Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen im In- und Ausland über deren Anliegen und regen so immer wieder die Öffentlichkeit zum Nachdenken an, weshalb die Band schon mehrfach als „Botschafter für Menschen mit Behinderung“ bezeichnet wurde. Ihr Engagement wurde mehrfach ausgezeichnet mit:

·     der Landesehrennadel von Baden-Württemberg

·     einer Urkunde des Kultusministeriums Stuttgart

·     dem Karl-Mommer-Kulturpreis

·     dem Journalismuspreis der Diakonie für den Dokumentarfilm von Katja Schalla

·     der Ehrenmitgliedschaft des Lions-Club Beirut und als

·     UNESCO artistes pour la paix / Künstler für den Frieden !

Nachhaltiger aber wirkt zum Beispiel die Anerkennung eines libanesischen Konzertbesuchers:

„Ihr habt Frieden in unsere Herzen gebracht!“

Es war einmal, so beginnen Märchen, und wenn man so will, hat dieses einen besonderen Klang. Es handelt von Menschen, die Musik machen. Neun von ihnen sind behindert. Manches von dem, was sie erlebt haben, klingt unglaublich - ist aber wahr. Sie haben Moslems und Christen in Beirut zum Tanzen, den Bundespräsidenten in Potsdam zum Jubeln und die Unesco in Paris zum Umdenken gebracht. Die weltumspannende Organisation hat die Musiker der Ludwigsburger Band 2005 zu Künstlern für den Frieden ernannt.